Als 1984 die Familie Soares-Vasconcelos am heutigen Standort das „Porto“ eröffnete, gehörte Mut dazu. Man war hier schon ein wenig von der Hafenszenerie entfernt und mitten in einem Viertel, das nicht gerade zu den allerersten Adressen zählte. Und heute kaum noch vorstellbar: An der Ditmar-Koel-Straße, mittlerweile die Hauptschlagader des Quartiers, gab es damals keine andere iberische Gastronomie! Um nicht, wie so viele andere, schon nach kurzer Zeit wieder schließen zu müssen, krempelte die komplette Familie die Ärmel auf. Alle mußten ran, und Dona Alice kochte mit Hingabe. Die ehrliche Küche, authentisch, frisch und ohne Schickimicki, eine urig-warme Gemütlichkeit und die unaufgeregte Gastlichkeit des Familienbetriebes sprachen sich bald rum, so daß nicht nur die 60 Plätze immer öfter belegten waren, mit zunehmendem Erfolg zog es bald auch den einen oder anderen Mitbewerber in die Nähe des „Porto“. Selbst wenn wir uns jetzt schon auf das silberne Jubiläum im Oktober freuen, das Restaurant und das Team, das hier jeden Tag wieder Gastfreundschaft zelebriert, ist jung geblieben wie eh und je. So sind die Räumlichkeiten zwar gerade frisch hergerichtet worden, das Ambiente portugiesischer Lebensart ist jedoch unverändert geblieben.